Ich kauf mir nen Politiker

Politiker kann man ab sofort kaufen, je nach Kontostand für eine halbe Stunde zum Gespräch oder gleich die ganze Partei für ein Gesetz. Nur so ist es möglich die unterbezahlten Fachkräfte in der Politik zu halten und sie nicht auf das Niveau eines Hartz 4 Empfängers abrutschen zu lassen. Außerdem müssen nebenbei auch noch die ganzen Häppchen und Luftballons für die Parteitage bezahlt werden…
Das alles fällt nun unter den Slogan, Politikersponsoring. Ab nächste Woche gibt es dann noch mehr im Angebot für interessierte Käufer. Da werden dann die Minister auf ihren Hemden den Hauptsponsor tragen, beim Sport hat das auch schon viel ermöglicht. Einen Transfermarkt gibt es selbstverständlich auch, Interessierte werden also demnächst auch über eine Ablöse verschiedener Politiker verhandeln können. Einen Koch oder Westerwelle gefällig?
Die Termine werden jetzt aus praktischen Gründen an der Terminbörse in Frankfurt gehandelt. Jedoch sind die Preise noch sehr unterschiedlich, für 5 min Rüttgers erhält man 10 Stunden Platzeck. Hier wird eine Angleichung angestrebt, besser bekannt durch den schon verbreiteten Slogan – „Aufbau Ost“.
Langfristig ist selbstverständlich eine Ausweitung des Angebotes geplant, so können sie die lustigen Liberalen bald für Kindergeburtstage buchen. Dort werden dann in geselliger Runde mit den Kinder Diskussionsrunden über Angebot und Nachfragen bezüglich der Geschenke geführt.
Eine gewissen Gefahr geht nur noch von russischen Monopolisten oder arabischen Ölscheichs aus. Diese wollen gleich ganze Parteien kaufen. Vor Sylt ist bereits eine neue Palm-Island Inselgruppe in Planung. Na wenn das mal nicht die Wirtschaft ankurbelt.
So lange also die neuen Besitzer von Deutschland nicht erfolgreich auf Eigenbedarf klagen, können wir beruhigt weiter unserem demokratischen System frönen.

Greencast online

Die letzten Wochen konnte ich leider nicht so häufig einen neuen Blog-Eintrag online stellen, wie ich es gewollt hatte. Dies ging zu lasten eines andere Projektes, welches ab sofort online ist. Jede Woche gibt es einen neuen Greenpeace Greencast.
„Der Greenpeace Greencast, ist der Audio-Podcast von Greenpeace Berlin. Martin Hausding berichtet wöchentlich über aktuelle Themen und Aktionen und spricht mit vielen interessanten Gästen: Vom Karrotmob um die Ecke, bis zur Endlagerung von Atommüll.“
Also einfach mal reinhören…

Heißer Snowmaggedon

Wir schauen aus dem Fenster, es ist kalt, überall liegt Schnee, Glatteis bringt den Verkehr teilweise zum erliegen, Flugzeuge bleiben am Boden, Dächer stürzen ein. Dies ist nicht nur in Deutschland der Fall, große Teile Europas haben mit Schnee und Kälte zu kämpfen. In den USA wird diese Zeit momentan nur noch „Snowmaggedon“ genannt, dort sitzen hunderttausende zwischenzeitlich im dunkeln. Das Problem, gigantische Schneemengen, die in kurzer Zeit fallen. In Deutschland titeln schon einige Zeitungen „Fällt die Klima-Katastrophe aus?“

Mit diesem Hintergrund wirkt es wunderlich, das der Januar global der wärmste Monat seit der Satellitenaufzeichnung sein soll. Diese lassen keinen Zweifel zu: Innerhalb der letzten 32 Jahre waren die bodennahen Temperaturen im Januar noch nie so hoch, wie in diesem Januar (0,72 Grad gegenüber dem Mittelwert). Nicht einmal im Januar des Jahres 1998, welches bis dato als das wärmste Jahr seit Beginn der meteorologischen Temperaturmessungen galt, wurde der Wert von 2010 erreicht.

Wie lässt sich der außerordentlich warme Januar weltweit erklären?
Zunächst besteht unser Globus nicht nur aus den Landflächen Europas und der USA, sondern auch aus einer Südhemisphäre, auf der gegenwärtig ein außerordentlich starkes El-Nino-Phänomen die Temperaturen im Pazifik-Raum erhöht. Hinzu kommt, dass unüblich hohe Temperaturen auf Grönland, der Arktis und Nordkanada gemessen wurden. So ist beispielsweise bei frühlingshaften 12 Grad in
Vancouver – ganz zum Leid der Organisatoren – von olympischen „Winter“-spielen bislang nur wenig zu spüren. Vancouver wollte bis 2020 zur „grünsten Stadt der Welt“ werden, dies haben sie nach den Bilder scheinbar bereits erreicht. Denn grün ist es dort überall, wo nicht riesige Schneekanonen im Einsatz sind.

So können wir also sehen, das die Presse hier in Deutschland Wetter und Klima zu verwechseln scheint oder den Unterschied nicht so ernst nimmt. Denn trotz der Kälte auf großen Teilen der Nordhalbkugel haben wir weltweit mit steigenden Temperaturen zu kämpfen. Ein weiteres Zeichen des Klimawandel ist aber nicht nur erhöhte Temperaturen, sondern Wetterextreme. Diese scheinen wir zweifelsohne zu haben.
Laut den aktuellen Prognosen werden wir nach diesem harten Winter, hier in Deutschland mit einem sehr heißen Sommer rechnen müssen.