Tagesschau App

Apps, kleine Programme für Mobile Geräte. Meist Handys, auch Smartphone genannt. Das iPhone welches den Markt erstmals zu wirklichen Erfolgen führt, hat inzwischen über 130.000 Programme in seinem AppStore. Nach Wünschen des NDR, seinerseits produzierende Anstalt der Tagesschau, möchte er dieses Portfolio um ein Programm erweitern. Dies ruft jedoch massiven Protest privater Medien hervor.

Die Tagesschau App ermöglicht es den Nutzer mit weniger Klicks oder Fingerzeigen die aktuelle Ausgabe oder vergangene Sendungen der Tagesschau zu sehen. Endlich eine Möglichkeit, ohne sich durch die gute aber sehr komplexe tagesschau.de Internetseite zu klicken. Dort ist dieser Inhalt bereits verfügbar und durch den Drei-Stufen-Test abgesegnet. Dieser Test wurde durch den letzten Rundfunkstaatsvertrag eingeführt und war ein Wunsch der privaten Medienunternehmen. Denn die öffentlich-rechtlichen sollten nicht alles was sie produzieren endlos im Netz zur Verfügung stellen und damit den Markt für kommerzielle Interessen schwerer machen. Denn im Gegensatz zu den Webseiten der Zeitungen, privaten Fernsehsendern und anderen, muss sich tagesschau.de zum Beispiel nicht durch Werbeeinnahme refinanzieren.

Das Programm der öffentlich-rechtlichen darf nun 7 Tage im Netz zur Verfügung stehen. Danach muss es den Drei-Stufen-Test passieren, hat es dies geschafft, darf die Sendung oder der Inhalt so lange es die Sendeanstalt möchte im Internet verweilen.
Die Tagesschausendungen sind inzwischen dauerhaft verfügbar und jeder User kann über die Webseite die Sendungen erreichen, vom PC oder per mobilem Browser. So wie man es sich als Gebührenzahlen wünscht. Schließlich hat man für dieses Programm auch bezahlt. Rundfunkgebühren.

Die neue App gibt den Usern eine weitere Zugangsmöglichkeit zu dem Portfolio der Tagesschau. Jedoch haben vor kurzem gerade die Privaten auf dem Sektor des „App-Markt“ einen entscheidenden Erfolg errungen. Inhalte wie Nachrichten, Börsenkurse und vieles mehr sind nicht mehr nur kostenlos über die Webseite zu erreichen und Kosten müssen durch Werbung wieder eingespielt werden. Viele Medienhäuser, vor allem Verlage, haben in den letzten Monaten verstärkt kostenpflichtige Apps herausgebracht. Mit Einmalpreis oder Abogebühren. Nun haben genau jene Angst, dass sich durch das Erscheinen der kostenlosen Tagensschau-App ihr neu gefundenes Finanzierungsmodell wieder verkleinern oder auflösen könnte.

Diese Befürchtung dürfte aber nicht gerechtfertigt sein. Denn ein Mehrinhalt ist durch dieses Programm nicht verfügbar, sondern nur die bereits existierenden Sendungen in einem anderen Gewand. Sollten die privaten Medien das erscheinen dieser App verhindern, ist das letzte Wort trotzdem nicht gesprochen. Wie wir aus den vergangenen Monaten gelernt haben, gibt viele findige User die Apps programmieren und damit Internetinhalte besser und schneller erreichbar machen. Auch für die Tagesschau wäre dies möglich…

Energie selber machen

Wer daran denkt Energie selber zu erzeugen, denkt meist an Solarflächen auf dem Dach. Denn nur dieses scheint für den normalen Durchschnittsbürger machbar und vor allem bezahlbar. Aber weit gefehlt, die Technik ist weiter als man denkt.

Natürlich haben Photovoltaik- und Solarthermieanlagen in den letzten Jahren einen enormen Schub bekommen, weil sie preislich in bezahlbare Regionen gekommen sind. Auch die Einspeisevergütungen sind nicht zu verachten. Sie sind aber nicht die einzige Möglichkeit regenerativ Energie zu erzeugen.
Der eine oder andere hat schonmal von Geothermie gehört. Bei dieser Technik ist es möglich mit einer tiefen Bohrung Wärme oder Kälte aus dem Erdboden für den alltäglichen Gebrauch zu gewinnen. Meist ist das aber nur für Neubauten relevant, da aber eine nicht zu verachtende Technik.

Für alle anderen mit Miet- oder schon fertig bebauten Grundstücken ist die Geothermie nur schwer zu verwirklichen. Windenergie ist in diesem Fall eine passable Alternative, die jetzt sicher viele sofort verwerfen würden. Denn wer stellt sich schon ein 30-40 Meter hohes Windrad in den Garten.
Dies würde zweifelsohne zu einem ausgewachsenen Nachbarschaftskrieg führen. Rotorenlärm, Sichtbeeinträchtigung, Schattenwurf. Von den Anschaffungskosten für so ein Windrad mal ganz abgesehen.
Hier hat sicher aber der Markt in der Vergangenheit enorm gewandelt. Es gibt nicht immer nur größere und effizientere Windräder, es gibt auch immer mehr Kleinstanlagen mit denen relativ Problemlos Zuhause Energie erzeugt werden kann. Ohne sich mit den Nachbarn anzulegen.

Kleinstwindkraftanlagen bekommt man schon für einige hundert Euro bis zu mehreren Tausend Euro. Ein bezahlbarer Rahmen, vor allem wenn man sich die produzierten Kilowattstunden dieser Windanlagen anschaut. Wind ist in einigen Regionen deutlich konstanter bei der Energiegewinnung und gibt so die Möglichkeit Strom auch wieder zurück ins Netz zu geben. Dafür wird selbstverständlich wie bei allen anderen Techniken noch ein Wechselrichter benötigt, der die erzeugte Energie in das allgemeine Stromnetz einspeisen kann.
Die gesetzlichen Regelungen sind der wahre Nachteil dieser „neuen“ Technik. Da noch nicht viele von diesen Kleinstwindkraftanlagen verbaut wurden, sind die Genehmigungswege nicht die kürzesten. Wer sich aber vorher schlau macht, kann mit einer kleinen Anlage die Problemlos auf dem Hausdach montiert werden kann, schnell günstig Energie erzeugen.
Leider sind eben jene Genehmigungswege noch in jedem Bundesland andere. Aber trotz dieser behördlichen Stolpersteine können und sollten Hausbesitzer über diese Technik zur Energieerzeugung senieren, es kann nur zu ihrem Vorteil werden.

Vom Filter zum Überallgenuß

Es ist kaum 10 Jahre her, da wurde Kaffee zuhause üblicherweise in einen Durchschnittsfilter gekippt. In Restaurants bekam man gerade mal neben, dem von zu hause gewöhntem, noch einen Cappuccino. Wollte man mehr, so musste man schon Fachgeschäfte aufsuchen oder etwas weiter Reisen. Im europäischen Kaffee-Ursprungsland Österreich bekam man in den Cafés schon 7, 8 oder sogar 9 verschiedene Kaffeegetränke angeboten.

Wenige Jahre später ist Kaffee die Alltagsdroge unserer Gesellschaft geworden. Zuhause stehen viele Filtermaschinen inzwischen in den Schränken und mussten einer großen Batterie von Elektrogeräten Platz machen. Von der Espressomaschine bis hin zum Kaffeevollautomaten ist alles zu finden, da wird mit Pads und Kapseln um sich geworfen. Die guten Maschinen wollen ihren Kaffee lieber gleich selber mahlen. Milch wird nicht einfach nur dazu gegossen, Milch wird jetzt erhitzt, geschäumt und verziert.
Auf die Spitze treiben es aber die Kaffeeläden. Diese sind jetzt keine Otto-Normal Kaffee- und Kuchenläden mehr. Kaffeekonsumtempel zieren zu tausenden die Straßen unserer großen Städte. Dort gibt es nur noch hektischen „Coffee to go“ oder es wird in eben jenen Läden in Couch- und Sesselecken in aller Ruhe an dem koffeinhaltigem Heißgetränk genippt. Das alles in tausend verschiedenen Geschmacksrichtungen. Würde man dort „normalen Filterkaffee“ bestellen, gibt es skeptische musternde Blicke. Heut zu Tage bestellt man keinen Filterkaffee, sondern eine von vielen hundert Kaffeespezialitäten.

Auch die Bohne ist nicht mehr die selbe wie vor 10 Jahren. Was dort noch eine Randerscheinung war, ist nun absolut normal. Kaffee muss aus den besten Regionen kommen, schonen geröstet werden, fair gehandelt und am besten gleich Bio. Wenn es nicht der typisch gemahlene Kaffee sein soll, dann werden ganze Espressobohnen gekauft. In Kapseln und Pads sind inzwischen so viele Inhaltsstoffe, wie bei manchem Mittagessen. Kakao, Chili, Milch, Vanille, Süßungsmittel. Auch zunehmend Alkohol wird in den Kaffee gemischt, damit wird dann schon früher der Abend eingeleitet. Sollte es der Anstand gebieten, noch kein Wein oder Bier zu bestellen, gibt es Kaffee mit Rum, Amaretto und vielen anderen Wässerchen.

Hier stellt sich die Frage, wenn in 10 Jahren so eine Entwicklung stattgefunden hat. Wie konsumieren wir dann in den nächsten 10 Jahren unseren Kaffee? Oder ist es mit dieser Diversifizierung nun zu Ende? Wir werden es sehen, vielleicht wird die Zukunft auch noch die Konsistenz unseres Kaffees verändern. Man denke nur an die Molekularküche. Oder wir kehren wieder zurück an den Anfang und beenden den Hype. Alles wird möglich sein, darauf jetzt einen schönen Espresso. Prost!